Skating in Oberhof Skating ist in!
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22.11.2017

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Oberhof
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Infothek

Ausrüstung - Skatingtechnik - Literatur

»Ski und Schuhe
  • Skatingski haben grundsätzlich keine Schuppen auf der Lauffläche
  • sie werden nur mit Gleit- oder Rennwachs behandelt
  • die Länge richtet sich nach der Körpergröße, Körpergewicht und Abdruckkraft beim Beinschub
  • die sogenannte Vorspannung der Skier richtet sich auch nach der Fahrweise (sportlich/rennorientiert)
  • auf jeden Fall vor einem Kauf Skatingski ausleihen und ausprobieren
  • Skatingskischuhe haben einen hohen, extra versteiften Schaft, der die Köchel umschließt
  • ohne kompetente Beratung geht bei einem Kauf im Fachgeschäft gar nichts

»Skistöcke
  • die Stocklänge errechnet sich nach der Formel: Körpergröße x 0,9
  • gemessen wird von Schlaufe bis Skispitze
  • für sportliche Fahrer mit viel Armkraft eher 5 cm länger
    • am eigenen Beispiel: 1,83 mm x 0,9 = 1,65 m
      meine Stöcke sind 1,70 m lang
  • Alternative: Lippe-Kinn-Test
  • nicht mit runden Tellern an der Skispitze fahren; die Stöcke rutschen sonst oft nach hinten weg
  • empfehlenswert sind auch die sog. Powerschlaufen, bei denen die Handschlaufe zusätzlich mit einem Klettverschluss fixiert wird - dadurch wird nach dem Abdruck der Stock leichter nach vorn geführt
  • bei der Anschaffung auf das Gewicht achten; auch wenn es etaws teurer ist - Carbonstöcke sind die erste Wahl

»Wachsen der Ski
  • vor dem ersten Mal Gleitwachs einbügeln, am besten den Profi machen lassen
  • danach nach jedem Laufen
    1. Lauffläche säubern und trocknen lassen
    2. flüssiges Gleitwachs auftragen, wenn Ski auf Zimmertemperatur erwärmt sind
    3. das Ganze verreiben, z.B. mit Filz, dann Ski wegstellen
    4. wenn es zum Skaten geht, dann Lauffläche von vorn nach hinten ausbürsten mit Nylonborsten (meist weiss oder blau)

»Bekleidung
  • wichtig ist das Zwiebelprinzip, mehrere dünne Schichten übereinander tragen
  • alles sollte Funktionsbekleidung sein
  • als Abschluss winddichte Jacken und Hosen
  • leichtes Sirnband oder Fleecekappe
  • Sportbrille, möglichst mit Wechselgläsern für unterschiedliche Lichtverhältnisse
  • Radsportler können ihre Winterausrüstung benutzen
  • am eigenen Beispiel: alles Funktionswäsche
    • im Temperaturbereich von -5 bis 0 Grad Celsius
      Kopf: Stirnband oder dünne Funktionsmütze; Sportbrille
      Oberkörper: Unterhemd kurz, Unterhemd lang, Pullover Microfleece, winddichte Jacke (z.B. Gore-Tex
      Handschuhe: dünne, winddichte
      Unterkörper: Boxershort, Radunterhose mit Windschutzeinsatz vorn, lange Unterhose, lange Winterradhose (innen mit leichten Fleece)
      Füße: spezielle Langlaufsocken (z.B. von FALKE)
      wenn man einen speziellen Langlaufanzug kauft, kann man meist eine Schicht am Körper weglassen
      unter -5 Grad und bei starkem Wind, zusätzlich eine dünne Schicht
  • auf keinen Fall geeignet zum Skating sind Schneeanzüge/Jacken/Hosen, die dick gefüttert sind und wie man sie beim alpinen Skilauf braucht - allerdings tun sie sehr gute Dienste nach dem Laufen, falls man keine Gelegenheit zum Umkleiden hat

»Aller Anfang ist schwer: Tipps für Beginner
  • kurze Ski verwenden: etwa Körpergröße
  • zu Beginn ohne Stöcke die Grundtechnik des wechselseitigen Abstoßens mit den Beinen wie beim Inline-Skating üben
  • sehr empfehlenswert ist dabei Pulskontrolle: auf keinen Fall im Bereich der maximalen Herzfrquenz trainieren
  • Faustformel: max. Herzfrequenz = 220 minus Lebensalter
  • davon im Anfängertraining maximal 80% abrufen
  • wer keine Grundlagenausdauer hat, noch weniger
  • Beispiel: Alter 35
    max. Herzfrquenz: 185
    max. Trainingsbereich: ca. 150
  • Stretching nach dem Training nicht vergessen, besonders Übungen zur Dehnung der Beinmuskulatur

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Skating-Technik

»Grundtechniken
  • Halbschlittschuhschritt
  • Schlittschuhschritt ohne Stockeinsatz
  • 1-1-Technik: Doppelstockschub auf jeden Beinabstoß
  • 1-2-Technik: Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoß
  • 1-2-Technik mit aktivem Armschwung: Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoß und Armschwung links/rechts
  • Diagonalschlittschuhschritt oder Lady Step



»Historie
  • entstanden in den 1960er Jahren in der Szene der Skiorientierungsläufer
  • der Finne Pauli Siitonen wandte diese Technik erstmals 1974 an und dominierte damit lange Jahre Volksläufe
  • der US-Amerikaner Bill Koch gewann mit Hilfe der Skating-Technik in der Saison 1981/82 als erster Amerikaner den Gesamtweltcup der Speziallangläufer
  • der Durchbruch im Wettkampfsport kam 1985 nach dem FIS-Kongress in Vancouver, als klare Regelungen dazu führten, dass Wettkämpfe entweder in der klassischen oder in der "freien" Technik durchgeführt werden
  • im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Terminus "Skating" wieder durchgesetzt
  • im Biathlon wird seit Ende der 1980er Jahre nur noch in der Skating-Technik gelaufen, was aufgrund der Ästhetik sicher mit zur enormen Popularität in Deutschland führte

»Skating im Biathlon zuerst in Oberhof
  • Frank-Peter Roetsch war der erste Biathlet, der diese Technik in einem Biathlonwettkampf anwendete
  • geschehen ist dies am 19. Januar 1985 beim Weltcup in Oberhof
  • er verzichtete als erster auf Steigwachs und trotz sieben Schießfehler wurde er noch Vierter
  • das war die Initialzündung
  • schon einen Monat später, bei der WM in Ruhpolding, hatte sich die Skating-Technik durchgesetzt
  • mehr Infos bei Wikipedia

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Literatur zur Skating-Technik

           
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